Ein ganzes Land geht offline

Seit Donnerstag, dem 8. Januar 2026, hat das islamistische Mullah-Regime im Iran ab etwa 23:30 Uhr (GMT+1) das Internet, das Mobilfunknetz und sogar das Festnetz landesweit vollständig abgeschaltet.
In mehreren Städten und Bezirken Teherans wurde zusätzlich das Stromnetz gezielt unterbrochen – offenbar, um schwerste Verbrechen im Schutz der Dunkelheit zu begehen und die Außenwelt davon abzuschneiden.

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Das islamistische Terrorregime im Iran hat am 8. und 9. Januar 2026 innerhalb von nur 48 Stunden einen grausamen Negativrekord aufgestellt:

  • über 30.000 Menschen durch gezielte Schüsse auf Kopf, Herz oder Oberkörper getötet
  • über 8.000 Menschen durch gezielte Schüsse mit Schrotmunition in den Kopfbereich dauerhaft erblindet
  • über 130.000 Menschen schwer verwundet

Seitdem tappen die Menschen im Iran buchstäblich und im übertragenen Sinne im Dunkeln.

Um auch den wenigen verbliebenen Starlink-Nutzern den Zugang zur Außenwelt zu verwehren, setzt das Regime seit dem 10. Januar 2026 militärische Störsender (Jammer) ein. Diese beeinträchtigen die Satellitensignale so massiv, dass bis zu 80 % der Datenpakete irreparabel zerstört werden. Selbst einfache Voice-over-IP-Telefonate sind – wenn überhaupt – nur noch mit extremen Verzerrungen möglich.

Dieses Regime, das einen Genozid an der eigenen Bevölkerung verübt, betreibt seit jeher eine umfassende Internet-Zensur. Dienste wie YouTube, Facebook, Instagram oder Twitter/X sind seit Jahren nur eingeschränkt oder gar nicht erreichbar.


Zugänglich sind sie – wenn überhaupt – ausschließlich über sogenannte „Filterbrecher“, also VPN-Dienste im Ausland, die kostenpflichtig sind. Viele dieser VPN-Anbieter stehen in direktem oder indirektem Zusammenhang mit Angehörigen der Machtelite und stellen eine äußerst lukrative Einnahmequelle dar.

Trotzdem gibt es einen vergleichsweise einfachen Weg, um das Versenden von Bildern und Videos der Verbrechen weiterhin zu ermöglichen.

Conduit

Conduit ist ein technisches Werkzeug, das Elemente eines VPNs mit denen eines Onion-Netzwerks (ähnlich dem TOR-Netzwerk) kombiniert.
Menschen außerhalb von Zensurstaaten können die App auf Smartphones, Tablets, Notebooks oder PCs installieren und damit Menschen in Ländern mit massiver Internetzensur ermöglichen, ihre Bilder und Videos weiterhin auf Social-Media-Plattformen hochzuladen.

Die Funktionsweise ist einfach und sicher:
Der gesamte Datenverkehr ist verschlüsselt, ein Mitlesen oder eine Rückverfolgung zu Client oder Server ist nicht möglich. Alle Beteiligten bleiben anonym.

Standardmäßig sind zwei Verbindungen mit bis zu 2 MB pro Minute aktiviert. Wer über eine schnelle Internetverbindung oder eine Flatrate verfügt, kann – freiwillig – mehr Bandbreite und zusätzliche Verbindungen zur Verfügung stellen.
Das System lässt sich mit einem Klick aktivieren oder deaktivieren.

Conduit kann über die offizielle Webseite heruntergeladen werden.

Aktuell wird Conduit von zahlreichen Iranerinnen und Iranern genutzt, wie der beigefügte Screenshot vom 25. Januar 2026 um 20:30 Uhr zeigt.


Conduit ist ein technisches Werkzeug für Demokratie.
Für alle, die Demokratie schätzen.
Für alle, die freie Meinungsäußerung und freie Presse ermöglichen wollen – ohne Angst vor Repression, Gewalt oder Tod.